5 häufige Tragefehler und wie du sie vermeidest

Easy peasy lemon squeezy. Tragen ist leicht – wenn du hierauf achtest!

Mit der Überlegung von Mamas oder Papas ein Tragetuch oder eine Babytrage zu verwenden, stellt man sich natürlich oft auch die Frage: Passieren da nicht zu viele Fehler? Wir können an dieser Stelle schon einmal getrost sagen, dass das Tragen deines Babys eine ganz wundervolle Erfahrung ist und eine ganze Menge an Vorteilen für eure gemeinsame Bindung birgt. Menschen sind Traglinge und fühlen sich in der Trage wohl, geborgen und sicher. Auch wenn das Anlegen der Tragesysteme von Beginn an meist ein wenig knifflig aussieht, geht es nach ein bisschen Üben meist ganz schnell.

Mann und Frau mit Baby in der Trage

Auf einige Dinge gilt es beim Tragen natürlich trotzdem allerdings zu achten. Wir haben dir 5 häufige Tragefehler im Überblick zusammengefasst und geben dir wertvolle Tipps mit an die Hand, wie du sie vermeidest. Du brauchst dir also keine Sorgen zu machen – mache dich einfach vorab einfach mit potenziellen Fehlern vertraut, halte ein paar wichtige Regeln beim Tragen ein, und eurer wunderbaren, einzigartigen, gemeinsamen Tragezeit steht nichts mehr im Wege.


1. Nacken und Körper werden nicht richtig gestützt

schlafendes Baby in der Trage


Denn dein Neugeborenes kann noch nicht die Kraft aufbringen den Körper selbst zu stützen und sich aufrecht zu halten. Die Muskulatur muss sich erst genug stärken, um den Kopf selbst zu halten – dafür ist dein Baby zu Beginn noch auf dich angewiesen.  

Achte als Tragemama oder Tragapapa bei Tragetuch und Babytrage somit stets darauf, dass diese Unterstützung der Haltung gewährleistet wird. Einige Hersteller haben beispielsweise extra Vorrichtungen bei Babytragen eingenährt, die zum Stützen des Nackens geeignet sind. Auch bei unsere Mama Nuka Trage kannst du den Nacken deines Babys optimal stützen und bereits ab Geburt einsetzen. Beim Tragetuch kommt es auf die korrekte Bindweise an – mit ein paar Mal Üben wirst du hier schnell zum Profi und weißt, worauf es bei der optimalen Trageposition ankommt.

Das Tuch sollte stets auch fest genug gebunden werden, um dem Baby genug Halt zu geben. Stelle daher sicher, dass dein Baby nicht in sich zusammensackt. Kinn und Brustkorb des Babys sollten sich dabei nicht berühren.

 

2. Die Anhock-Spreiz-Haltung wird nicht eingehalten

Die richtige Position im Tragetuch oder in der Babytrage ist essentiell, um Fehlentwicklungen der Hüfte und Wirbelsäule zu vermeiden. Die korrekte Trageposition ist die Anhock-Spreiz-Haltung, die bei jeder Bindetechnik und in jeder Trage gewährleistet werden sollte. Sie sorgt für eine gesunde Hüft- und Rückenentwicklung deines Kindes, unterstützt die natürliche anatomische gerundete Rückenformung und beugt Schäden in der Haltung vor. Habe daher stets auf die korrekte Position deines Babys beim Anlegen der Trage im Blick.

Frau mit Tragepuppe in Trage, Anhock-Spreiz-Haltung

Passende Tragehilfen unterstützen die Anhock-Spreiz-Haltung. Achte daher beim Kauf deiner Babytrage oder deines Tragetuchs darauf, dass dies gewährt wird. Unsere Mama Nuka Babytragen sind zum Beispiel extra so konzipitiert, dass die Haltung garantiert wird – und damit die bestmögliche Hüftentwicklung deines Babys gefördert.

 

3. Baby mit dem Kopf nach vorne tragen

Vielleicht mag man im ersten Moment zunächst denken, dass das Baby mit dem Blick nach vorne gebunden mehr sehen kann und mehr Spaß beim Tragen hat. Doch der Schein trügt, denn dadurch können mehrere wichtige Faktoren nicht eingehalten werden. Zum einen wird die Anhock-Spreiz-Haltung nicht garantiert und somit die natürliche Anatomie des Kindes nicht unterstützt. Fehlhaltungen der Hüfte können entstehen. Auch Rücken und Nacken sind nicht richtig gestützt: Der Kopf baumelt nach vorne und das Baby fällt ins Hohlkreuz. Außerdem muss dein Baby zunächst einmal alle neuen Eindrücke sammeln und verarbeiten – bei einem Blick nach vorne kann es dabei zu einer Reizüberflutung kommen, die dein Baby verängstigen können.

Besser ist daher Bindeweisen anzuwenden, bei denen dein Baby in Richtung der Tragemama oder Tragepapas blickt. Dicht an dir fühlt es sich sicher und geborgen. Geeignet sind zum Beispiel die Wickelkreuztrage oder Kängurutrage. Später eignet sich auch der Hüftsitz, bei dem das Kind mehr Spielraum zur Interaktion mit seiner Umwelt erhält. Mehr zu den Bindeweisen kannst du hier erfahren.


4. Die falsche Tuchlänge

Tragetücher findest du in vielen verschiedenen Größen, meist von 3 bis 5 Meter. Eine ganze Menge Stoff! Um alle Bindeweisen korrekt auszuführen und übermäßigen Stoff, der ungenutzt herunterhängt, zu vermeiden, solltest du dich vorab über die richtige Tuchlänge informieren. Diese hängt zum Beispiel deiner Körperstatur und der gewählten Tuchform ab. 6 Tipps wie du richtige Tuchlänge findest, haben wir für dich hier zusammengefasst.

 

5. Temperaturen nicht beachten

Tragen ist zu jeder Zeit einfach wunderbar. Während warmen Tagen tankst du gemeinsam mit deinem Baby durch die Sonne Energie für lange Tragetage an der frischen Luft, im Winter könnt ihr euch so richtig schön einkuscheln und du kannst deinem Baby Wärme schenken.

Baby mit Wollmützchen im Tragetuch

Allerdings kann dein Neugeborenes die Temperatur selbst noch nicht regulieren und ist daher auf dich als Tragemama oder Tragepapa angewiesen. Ganz wichtig daher: Die Körpertemperatur deines Kindes regelmäßig prüfen. Am besten funktioniert dies, in dem du in den Nacken deines oder die Schulterblätter deines Babys fasst und die Temperatur fühlst. Auch über die Gesichtsfarbe deines Babys kannst du mehr über die Temperatur herausfinden. Bei zu viel Hitze hat dein Baby meist einen roten Kopf, ist ihm zu kalt dann ist die Haut blass oder bläulich.

Achte je nach Jahreszeit auch auf entsprechende Kleidung, genügend Flüssigkeit und die optimale Bindeweise bei der Verwendung eines Tragetuchs. Für die warme und kalte Jahreszeit haben wir für dich jeweils wertvolle Tipps zum optimalen Tragen parat.

 

Vorbereitung ist das A und O!

Am wichtigsten ist es, dass du dir ausreichend Zeit nimmst, um dich mit dem Tragetuch oder der Babytrage vertraut zu machen und auf die Bedürfnisse von Dir und deinem Baby während dem Tragen einzugehen. Meist erkennst du schnell, wenn etwas nicht passt oder dein Baby sich nicht wohlfühlt. Ignoriere diese Signale nicht, sondern versuche direkt zu reagieren und herauszufinden, wie du den Problemen begegnen kannst. Du wirst merken: Irgendwann seid ihr ein eingespieltes Team!

Mann mit Baby im Ring Sling

Im Vorfeld kannst du dich auch bei Bekannten und Freunden nach Erfahrungen erkundigen. Wie haben sie die Tragezeit wahrgenommen, welchen Schwierigkeiten sind sie begegnet? Am besten bietet sich auch eine Trageberatung an. Diese kannst du übrigens ganz einfach direkt über Mama Nuka hier buchen.  

Du bist noch nicht sicher, ob Tragen das richtige für dich und dein Baby ist? Wir haben für dich 10 gute Gründe zusammengefasst, warum Tragen in unserer Natur liegt und welche Vorteile es mit sich bringt. Wusstest du zum Beispiel, dass ca. 80% der Weltbevölkerung ihre Babys trägt? Mehr dazu findest du hier.

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